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Definitionen und essentielle Hintergrundinformationen

Kunststoffabfälle gehören generell nicht in die Umwelt, ob biologisch abbaubar oder nicht!

Eine Ausnahme stellen Anwendungen ohne Entsorgungserfordernis dar wie z.B. Agrarfolien. Kunststoffabfälle müssen über entsprechende Strukturen erfasst und einer Wiederverwendung, Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden. Dies gilt für konventionelle Kunststoffabfälle, ebenso wie für biobasierte Kunststoffabfälle. Für diese Produkte ist sicherzustellen, dass:

  • diese möglichst in bestehende Strukturen der Entsorgung und Maßnahmen der Abfallbewirtschaftung (u.a. Verwertung) einbezogen werden können
  • diese kein Störfaktor in den bestehenden Strukturen darstellen
  • für die Fälle, in denen die herkömmlichen Entsorgungswege und Maßnahmen der Abfallbewirtschaftung nicht genutzt werden können, ggf. neue effiziente und umweltrelevante Methoden geschaffen werden

Wichtig ist, dass mit der Markteinführung von Produkten, in diesem Fall von Produkten aus biobasierten Polymeren, im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft Fragen zum Produktlebensende ausreichend beantwortet werden. Die entsprechenden Entsorgungswege sowie Recycling-, Verwertungs- und Beseitigungsoptionen sind zu erörtern, um Hindernisse und Schwierigkeiten für deren Verbreitung aus Sicht der Verwertung rechtzeitig zu erkennen und ggf. zu begegnen. In diesem Zusammenhang sollte auch die Produktverantwortung der Hersteller Berücksichtigung finden.

Gerade aufgrund der Vielfältigkeit heutiger biobasierter Polymere – ob Drop-In-Lösung oder chemisch neuartige Polymere – und deren Produkte scheint es aus Sicht der Entsorgung nicht mehr zeitgemäß, nur unter Verwendung des Oberbegriffs Biokunststoff (unter den sich biobasierten Polymere einordnen) zu sagen, Produkte aus biobasierten Polymeren bereiten in der Verwertungskette Schwierigkeiten oder keine. Vielmehr ist eine differenzierte und transparente Betrachtung essentieller denn je, um eine objektive Beurteilung zu ermöglichen.

Produkte aus biobasierten Polymeren verhalten sich grundsätzlich nicht anders als Produkte aus konventionellen Polymeren und unterliegen den gleichen Randbedingungen in Fragen der Entsorgung. Derzeit gliedern sich diese Produkte in die bestehenden Entsorgungsstrukturen ein. Dabei sollte allerdings zwischen unterschieden werden zwischen:

  • den Drop-In-Lösungen und
  • den Produkten aus chemisch neuartigen biobasierten Kunststoffen

Drop-In-Lösungen ordnen sich in die bestehenden Recyclingprozesse ein ohne sich vom konventionellen Pendant zu unterscheiden und Schwierigkeiten aufzuwerfen.

Bei Produkten aus neuartigen biobasierten Kunststoffen muss dies nicht immer der Fall sein.

Eine weitere zu betrachtende Variante stellen kompostierbare Produkte aus biobasierten Kunststoffen dar. Im Punkt V. wird polymer- und entsorgungswegspezifisch (graphisch übersichtlich) auf die einzelnen biobasierten Kunststoffabfälle und deren Recycling- und Verwertungsaspekte eingegangen.


Recycling, Verwertung und Beseitigung - ...

... auch Produkte aus biobasierten Polymeren unterliegen nach Ablauf ihres Gebrauchs den geltenden Maßnahmen der Abfallbewirtschaftung und deren Rangfolge. Die Basis für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung von Abfällen bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Im §6 regelt es die grundsätzliche Rangfolge, ... weiterlesen