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Entsorgungswege und Verwertungsoptionen von Produkten aus biobasierten Polymeren des post-consumer Bereichs

Rücknahmesysteme für Verpackungsabfall

Für die Erfassung von Verpackungsabfällen stehen zur Verfügung:

a) das Mehr- und Einwegpfandsystem
b) die dualen Systeme (gelber Sack oder gelbe Tonne)

Daran schließen sich je nach Stoffstrom das werk- und rohstoffliche Recycling, die energetische Verwertung sowie die Beseitigung an.

In nachfolgender Graphik sind die Entsorgungswege sowie Recycling-, Verwertungs- und Beseitigungsprozesse der einzelnen Verpackungsabfälle aus dem Pfandsystem und dem dualen System sowie der generierten Wertstofffraktionen differenziert dargestellt. In dieses System gliedern sich Produkte aus biobasierten Polymeren ebenfalls ein.

Graphik: G. Hädrich

Im Verpackungsbereich, der 2011 mit 60,7 % den größten Anteil am post-consumer-Kunststoffabfall repräsentierte, kommen derzeit seitens der konventionellen Kunststoffe als Verpackung vorrangig zum Einsatz1:

  • die beiden Polyolefine Polyethylen (PE, als LD/LLD und HD/MD) und Polypropylen (PP)
  • Polyethylenterephthalat (PET)
  • Polyvinylchlorid (PVC)
  • Polystyrol (PS)

Das werkstoffliche Recycling von Verpackungsabfällen beruht vorwiegend auf dem Recyceln von haushaltsnahen Verpackungen und PET-Flaschen sowie Folien aus dem Bereich der Transport- und Umverpackungen. Etwa 80 % des rohstofflichen Recyclings von Kunststoffabfällen wird ebenfalls durch gebrauchte Verpackungen aus dem post-consumer-Bereich erzielt.


1Consultic (2012): Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2011, Kurzfassung. Im Auftrag von BKV, PlasticEurope und bvse, Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH, (25.07.2014)